Fotoevent Baden (26.11.2016)

An diesem Tag fand in Baden der bekannte Fotoevent statt - ein riesiges Ereignis. Es ist ein Samstag mit vielen Präsentationen, Shootings, viel Publikum und einer grossen Ausstellung. Alles dreht sich natürlich ums Thema Fotografieren und Filmen. Die neuen und alten Produkte schaute ich mir nicht im Detail an. Ich fürchtete, die Aussteller würden in mir neue Bedürfnisse wecken. Und so meinst du plötzlich, du brauchtest etwas unbedingt, obwohl du es drei Stunden vorher noch gar nicht gekannt hast.

 

Mein Interesse galt den Vorträgen und Shootings. Leider war der Tag zu kurz, denn ich musste schon nachmittags weg. Und es fanden immer ein paar Sachen parallel statt. So galt es, Prioritäten zu setzen. Dank meinem Presseausweis konnte ich überall teilnehmen.

 

Bei den Shootings wurde viel über korrekte Lichtführung geredet. Ich schoss jeweils aus dem Hintergrund auch ein paar Bilder - natürlich ohne die korrekte Lichtführung, denn meine Kamera war ja nicht mit dem Blitzsystem verbunden. Leider waren die hübschen Models nicht immer korrekt bekleidet - aber aufgrund meiner semi professionellen Interessen schaute ich grosszügig darüber hinweg. Ich sagte mir: "Jetzt machst du halt trotzdem ein paar Bildchen, damit deine Bilder für die Rhone Zeitung inskünftig noch besser werden." Auch musste ich den ISO-Wert, wegen des insgesamt doch mageren Lichtes stark hoch drehen.

 

In meinem Chalet in Gspon lese ich jetzt übrigens unsere damalige Jugendbibel nach. Schon im ersten Kapitel musste ich vernehmen, dass unserer Ururururur...Grossmutter, die liebe Eva, anfangs nur schlecht gekleidet war - sie war nämlich vollständig nackt. Das fand auch der liebe Gott mehr als grenzwertig, und so verdonnerte er die beiden zum Kleider-Tragen. Von diesem Entscheid profitierte in späteren Jahrhunderten die ganze Bekleidungsindustrie und auch die Mode-Designer. Hätte die Eva den Adam nicht verführt, würden wir jetzt immer noch ohne Kleider herumlaufen. Bei den jetzigen Temperaturen würde ich dazu nur sagen: "brrrrrr!"

 

Die Erzählung von Adam und Eva ist natürlich sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Bekanntlich lebte Adam zuerst eine Zeitlang alleine. Er war so ganz und gar nicht unglücklich. Gewöhnlich hing er den ganzen lieben Tag irgendwo im Paradies herum. Und wurde es ihm langweilig, begann er mit einer eben herabgefallenen Kokosnuss zu spielen. Das war der Beginn der heute im Sport so wichtigen Ballspiele. Sonst praktizierte er die klassischen Leichtathletikdisziplinen, die ohne Geräte möglich sind: Laufen über kurze und lange Distanzen, Weitsprung und Steinwurf. Er liebte es auch, sich zwischendurch per Liane von einem Ort zum anderen zu schwingen. Das war eine Vorläuferdisziplin des heutigen Turnens an den Ringen. Es ist uns heute nicht bekannt, und es ist auch nur schwer nachzuvollziehen, wieso es der liebe Gott suboptimal fand, dass Adam alleine blieb. Gut, mit Eva wurde einiges interessanter, aber mit ihr wurden sicher auch neue Probleme auf die Erde gebracht, die es vorher so nicht gab. Mit ihr spielte Adam jetzt stundenlang Mixt-Kokosnuss-Ball. Wäre ich damals per Zufall auch im Paradies gewesen, hätte ich Eva sicher um ein Fotoshooting gebeten, denn sie muss Modellmasse gehabt haben, ernährte sie sich doch praktisch nur von Obst - mit Vorliebe von verbotenen Äpfeln. Diese Äpfel mussten auch ihrer Linie geschadet haben, denn plötzlich merkte sie, dass sie nackt war, und dass das so nicht schön war. Interessant ist, dass die Sünde durch Eva in die Welt kam. Adam, den man heute als Teamplayer bezeichnen würde, hat einfach mitgegessen ohne zu überlegen, oder er war schon dermassen von seiner Natur entfremdet, dass er einfach zu allem ja und amen sagte, was seine Liebste von ihm verlangte. Auf alle Fälle fand es Gott gut, dass die Sünde nicht durch Adam in die Welt gekommen war - wie oft müssten wir Männer das sonst heute hören.

 

Indes darf Evas Sündenfall im Zuge der Gleichberechtigungsdiskussion nicht überbewertet werden. Die beiden hatten damals eine strickte Rollentrennung: Eva war für den Haushalt zuständig, Adam für den Unterhalt der Kokosnussbälle. An diesem Tag war Eva den ganzen Tag träge gewesen und hatte den Haushalt vernachlässigt. Plötzlich wurde ihr schreckhaft bewusst, dass Adam das Nachtessen jeweils punkt sechs Uhr vorgesetzt haben wollte. In der Hitze des Gefechtes griff sie ohne zu überlegen nach diesem Fertigmenü in Form eines schön roten Apfels. Zu spät! - es war der Apfel vom verbotenen Baum. Hätten die beiden keine rigorose Rollentrennung gehabt, und hätte sich Adam auch etwas fleissiger am Haushalt beteiligt, wäre den beiden das Missgeschick nicht passiert. Leider wurden die beiden erst mit dem Schaden klug.

Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)
Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)

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