Stafette in Gspon (07.01.2017)

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In Gspon gibt es schon lange keine Schule mehr. Seit ein paar Jahren gibt es auch keine Mitternachtsmesse mehr. Auch die Langlaufloipe ist verschwunden. Und wenn ich abends zum Fenster hinaus schaue: keine Menschen, kein Schnee, keine sich raufenden oder Schlitten-fahrenden Kinder. Wer auswärts wohnt und dort keine Heimat hat, findet sie auch Daheim nicht mehr - er findet diese nur noch in der Vergangenheit ...

 

Welch ein Glück, dass es noch die Stafette gibt, und Leute die solche traditionsbeladenen Ereignisse wachhalten! Und auch Leute, die mit unermüdlichem und ganz erstaunlichem Einsatz Schnee produzieren - das Element, das mit der Jugend in Gspon unzertrennlich verbunden ist.

 

In einer Woche wird über die Seilbahn abgestimmt. Wenn man jetzt nicht mutig ja zum Erhalt dieses Gsponer Lebensnerfes sagt, kannst du Gspon definitv vergessen.

 

Auch die diesjährige Stafette war wieder sehr stimmungsvoll. Es wurde geschossen, gefahren und gelaufen wie seit jeher. Und das Niveau in den einzelnen Disziplinen war sehr hoch.

 

Auch im Rondell, der Gsponer Skibar, war das Niveau der verschiedenen Diskussionen wieder sehr hoch, nämlich fast zweitausend Meter - so hoch liegt Gspon nämlich über Meer.  Die Bar war wieder bumsvoll. An Umfallen war wieder nicht zu denken, auch wenn man das nach dem siebten Bier vielleicht gerne getan hätte. Zwischendurch dachte ich mir: Wenn hier jetzt einer umfällt, dann fallen alle um, wie Dominosteine. Und wenn alle umfallen, dann fällt notgedrungen die ganze Hütte um - und kollert unter Umständen den steilen Abhang hinunter, wie damals der Fussball, dem man immer wieder bis zur Gspoflüeh nachrennen musste. Archäologen künftiger Jahrhunderte werden einmal die mit Fussbällen gefüllten Spalten der schroffen Felsen entdecken und sich sagen: "Welch interessantes Völklein hat hier einmal gelebt!" Die ultimative Herausforderung im Rondell ist das Essen einer Bratwurst. Wer diese ganz, also ohne dass ihm jemand ein gehöriges Stück davon unerwarteterweise  abbeisst, von der Bar bis zu seinem Stammplatz bringt, hat gewonnen und könnte sich auch auf der Piste mit den besten Slalomfahrern messen. Jetzt mal ehrlich: wer schaffte es an diesem grossartigen Event seinen Skidress bis in die frühen Morgenstunden frei von Senf- und Ketchupspuren zu halten?

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Kommentare: 1
  • #1

    Claudia (Freitag, 13 Januar 2017 15:44)

    Einfach super schön ��liebe Grüsse

Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)
Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)

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