Weltklasse Zürich

31.08.2016

Zwei Sachen:

  1. Ich habe jetzt hier auf meiner Homepage (www.berge-wallis.org) unbeschränkt viel Speicherplatz. Kostet mich zwar recht viel Geld, ich kann aber praktisch unbeschränkt viele Bilder, Texte und Kochrezepte hochladen. Bedingt aber, dass ich die Bilder geschossen und bearbeitet, die Texte geschrieben und für gut empfunden und die Rezepte gekocht und selber probiert habe.
  2. Ich arbeite jetzt nur noch 45 Prozent. Damit habe ich praktisch unbeschränkt viel Zeit für mich. Bedingt aber, dass ich die Schuhe geputzt, die Schülerarbeiten verbessert und die Wohnung gestaubsaugt habe.
  3. Ich habe jetzt das GA und kann damit in der ganzen Schweiz unbeschränkt und "gratis" mit öffentlichen Verkehrsmitteln herumreisen.

Alles eine tolle Sache und ein sehr schöner Lebensabschnitt! Jeder Schweizer Ort ist für mich jetzt nur noch ein Katzensprung von Daheim entfernt. Wen wundert's also, dass ich in letzter Zeit schon  in Bern, Genf, Luzern, Basel und Zürich war. Bin jeweils mit schönen Bildern heimgekehrt. Die Kehrseite der Medaille: ich bewege mich kaum mehr; ich lege Wege, die ich früher zu Fuss ging, jetzt nur noch mit dem Zug zurück; ich werde immer dicker und unsportlicher. Und wieder die Vorderseite der Medaille: im Zug habe ich jetzt sehr viel Zeit zum Lesen und zum Zum-Fenster-hinaus-Schauen.

 

Vor gut zwei Wochen fand in Zürich das Weltklasse Leichtathletik Meeting statt. Habe den Event schon oft am Fernseher mitverfolgt. Wie schön wäre es doch, einmal als Fotograf an einem solchen Anlass ganz nahe dabei sein zu können! Das geht aber nicht, weil man dazu ganz wichtig sein muss. Diesmal fand der Frauen Stabhochsprung Wettbewerb jedoch in der Zürcher Bahnhofshalle statt. Und so konnte ich als ganz normaler Mensch und Fotograf wenigstens einigermassen nahe am Geschehen mit dabei sein. Es war sehr interessant, und die Stimmung war einfach bombastisch.

 

Vor dem Event habe ich mich in der Stadt herumbewegt und habe ein paar nette Personenbilder geschossen. Hier ein paar davon. Mit einer Person habe ich gleich für ein Shooting abgemacht. Und so werde ich bald wieder nach Zürich fahren.

Ein Alpabzug, wie ich ihn vorgestern erlebt habe, ist ja bereits etwas sehr Schönes - quasi Interessantes. Er ist aber nicht zu vergleichen mit einem Stabhochsprung Wettbewerb, wie ich ihn in Zürich miterleben durfte. Die Disziplin selber ist sehr schwierig. Da ist ja Klettern und Bergsteigen geradezu einfach im Vergleich. Wenn ich versuchen sollte, mit einem Stab hoch zu springen, sähe das nicht nur sehr unbeholfen und sogar gefährlich aus - es wäre auch äusserst doof und lachhaft. Zu sagen, dass am Event lauter Weltklasse Athletinnen anwesend waren - Europameisterinnen, Olympiasiegerinnen, ... Von daher war es spannend, diesen Leuten einmal recht nahe zu sein. Sicher hast du auch schon von der Griechin STEFANIDI gehört. Sie hat in Rio Gold gewonnen.

 

Mag sein, dass dich Stabhochsprung überhaupt nicht interessiert. Darum noch dies: Kürzlich kam ein namhafter Walliser Politiker wegen eines harmlosen Seitensprunges ins Gespräch. Komisch, wofür sich die Öffentlichkeit alles interessiert! Ist doch seine Sache, wie viele Seitensprünge er ausführen will. Und was ist denn schon an einem kleinen täglichen Seitensprung, wenn niemand darunter leidet? Wenigstens war sein Seitensprung nicht ganz nutzlos, denn er hat ihm einen zusätzlichen kleinen Erben beschert. Höchstens für die anderen drei Miterben etwas blöd gelaufen. Generös und grandios die Reaktion seiner Ehefrau: sie hat ihm alles verziehen.

 

Jetzt aber die Bilder zum Stabhochsprung, wo kaum Latten heruntergerissen wurden.

Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)
Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)

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