Montana (08.12.2016)

Montana ist ein bekannter Ferienort im Unterwallis, oberhalb von Siders auf der Sonnenseite. Schön ist es, mit dem Funiculaire hochzufahren. Von dieser Standseilbahn aus hat man eine wunderbare Aussicht auf die Talebene. In Montana gibt es auch einen Eichhörnchenpfad. Dort sollen einem diese sympathischen und sehr flinken Nager sogar aus der Hand fressen. Um mich machen sie, wie alle Tiere, einen grossen Bogen - wohl weil ich in der Regel keine Nüsse dabei habe. Vielleicht hatte ich mich am Morgen auch mit etwas zu viel Geschmackwasser beträufelt. Von Montana aus sieht man natürlich auch einige Berge. Bei Sonnenuntergang oder auch etwas früher habe ich fotografiert: den Trubelstock, das Bietschhorn und das Weisshorn. Ich habe auch nach Westen in Richtung der eben untergegangenen Sonne gezielt. Den unten abgebildeten Ballon habe ich aber Tags zuvor in Naters geknipst. Montana ist ein bekannter Luftkurort. Es gibt da einige Sanatorien, die für an Lungenkrankheiten leidende Menschen gebaut wurden. Viele Walliser Mineure wurden dort wegen schwerer Silikose behandelt. Viele verbrachten ihre letzten Monate und Tage in Montana. Oh, wie traurig! Auch mein Onkel starb dort an dieser schweren Krankheit. Darum ist mir Montana schon seit früher Kindheit von etlichen Krankenbesuchen bekannt. Auch ein anderer Bruder meines Vaters musste wegen dieser "Stollenkrankheit" schwer leiden. Mein Vater wurde vom gröbsten Übel verschont, weil sein älterer Bruder nicht wollte, dass er, der Jüngere, auch im Stollen arbeitet. Darum gab er ihm Arbeiten draussen an der frischen Luft. Das ist Familiengeschichte, die schmerzt.

Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)
Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)

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