Laufsport - Joggen - Rennen - ...

Sonja ist eine hervorragende Leichathletin. Ihr grosse Leidenschaft ist das Laufen. Google ihren Namen, und du wirst sehen, wie gut sie ist. In ihrer Kategorie ist sie über 800 Meter schon Schweizermeisterin. Sie läuft so schnell, dass ihr hier im Wallis sicher niemand mehr folgen kann. Von nichts kommt aber nichts. Sonja ist sehr fleissig und trainiert sechsmal in der Woche. Unser Shooting fand etwas spät am Nachmittag statt. Meine Models haben immer kalt. Es war aber auch kalt. Mein Shooting Programm, das ich mir während einer Rekognoszierung der Location am Vormittag zurecht gelegt hatte, kam gehörig durcheinander, weil Sonja konkrete Vorstellungen hatte. Jedenfalls war die Stimmung sehr gut, und an Ideen fehlte es uns nicht. Freilich, wenn man die Bilder daheim auf seinem Rechner anschaut, weiss man bald, was man anders und besser hätte machen können. Aber man lernt dabei. Bei den Lauffotos hatte ich einige Probleme mit der Schärfe. Ob das Problem daher rührte, dass ich ein Objektiv von der Schule mit hatte, weil ich mein AF-S Nikkor 70-200 1:2.8 GDII ED daheim gelassen hatte?

 

Kleine Fotoschule: Wieder sind zu viele Bilder entstanden. Man sollte vielleicht weniger oft abdrücken, aber vor dem Abdrücken überlegen, ob die Einstellungen stimmen und der Bildaufbau gut ist. Nicht, dass meine Festplatte zu klein wäre, aber viele Fotos geben halt auch viel Nachbearbeitungsaufwand. Wenn mich meine Stoppuhr nicht täuscht, habe ich für dieses Shooting rund zwanzig Stunden aufgewendet. Darin eingeschlossen ist natürlich die Nachbearbeitungszeit. Der Mensch ist komisch - hat er etwas, so kann er sich davon nicht mehr trennen. Heisst in diesem Zusammenhang: es tut einem im Herzen weh, Bilder zu löschen, auch, wenn man deren 275 hat. Meine Läuferin bekommt schlussendlich auf einer CD 235 Bilder überreicht. Ich meine, alle sind gut. Jedenfalls gefallen sie mir.

 

Sonja hat schon gefragt, ob sie die Originalfotos auch bekomme. Nein, bekommt sie nicht, denn es gibt sie nicht. Ich fotografiere nämlich selbstverständlich im RAW-Modus. Diese Dateien sind nicht nur sehr gross, nein sie sind auch roh und zum Teil unansehnlich. Der Fotograf lässt nur das Schlussprodukt sehen. Die Entwicklung der Bilder ist ein wesentlicher Teil des Fotografierens. Beim Entwickeln kann man auch sehr viel Kreativität einfliessen lassen. Und wie dem so ist, wird das Schlussprodukt wahrscheinlich nicht allen gefallen. Meine "Kunden" dürfen daher ruhig ihre Bedürfnisse anmelden und anschliessend sagen: dieses Bild hätte ich lieber anders entwickelt oder gestaltet. Es ist doch wie beim Kochen: Deine Mama hat die knusprigsten Pouletschenkel zubereitet. Du sagst ihr: aber ich hätte doch gerne das unbearbeitete Menü gesehen. Und schon gackert ein grosses Huhn auf dem festlich gedeckten Küchentisch und schaut dich fragend ins Gesicht: Wieso, Mensch, musst du mich essen?

Joggen, Rennen, und überhaupt Laufsport ist so schön - ich könnte stundenlang zuschauen oder fotografieren. Laufen verlängert die Lebensspanne und trägt zur Lebensfreude bei, wie das Strahlen auf dem Gesicht meines bezaubernden Laufmodels zeigt. Ich war mit Jasmin bei der Napoleonsbrücke und entlang der Saltina bei Brig unterwegs. Die Arme musste hin und her rennen, pusten und schwitzen und verlor die gute Laune trotzdem nicht. Ich musste nur durch die Linse gucken und abdrücken - war sehr einfach. Die Bilder sind kaum bearbeitet - habe noch nie so viele Bilder in so kurzer Zeit entwickeln können. Vielen Dank der Sportlerin.

Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)
Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)

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