Zürich

6-b. Episode - Zürich am 12.04.2017

Hier noch eine Bildserie von meinem letzten Ausflug nach Zürich. Mehr Text weiter unten.

6-a. Episode - Zürich am 12.04.2017

Zürich war gestern eine Reise wert. Ich habe mich vor allem im "Quartier im 1" aufgehalten. Dieses befindet sich direkt am Niederdorf. Wenn du das nächste Mal in Zürich bist, MUSST du es besuchen. Beim Fotografieren stand wieder der Mensch im Mittelpunkt. Von einigen Leuten habe ich ein richtiges, spontanes Shooting gemacht. Ich werde sicher hier noch die eine oder andere Bildserie veröffentlichen. Mit vielen Leuten habe ich Gespräche geführt (zusammengezählt waren es 28). Das Fotografieren war wie immer spannend und schuf Kontakte mit Menschen aus allerlei Ländern. Im Vorübergehen sah ich noch den bekannten Fotografen Christian Schwarz. Er ist Porträtfotograf und arbeitet vor allem im "Quartier im 1". So viele Leute wie in Zürich treffe ich in Gspon in siebzehn Jahren nicht. Noch zu sagen, dass die Zürcher sehr freundlich sind.

5. Episode - Zürich am 03.02.2017

Kürzlich musste ich mit meiner Nikon D810 bis Egg, um sie reparieren zu lassen. Der Blitz wollte nicht mehr. Er hatte mich bei einem Event arg in Verlegenheit gebracht. Nach einer dreistündigen Reise traf ich im Nikon Mutterhaus in Egg ein. Die Reparatur dauerte drei Sekunden, denn es gab nichts zu reparieren. Bin ich ein Gefühlsdusel! - ein Rädlein an meiner komplizierten Kamera war nicht auf der richtigen Position, und darum wollte die Kamera nicht. Vielleicht sollte man inskünftig das Handbuch genauer lesen. Aber ich habe es gar nicht gelesen, weil ich einfach der Überzeugung war, die Kamera sei futsch. Stell dir vor: sechs Stunden Reisen für Nichts, für die Katz, und dies bei meiner langsam verrinnenden Lebenszeit! Doch ich hatte mich schnell wieder getröstet, denn ich reise ja so gerne, und in Zürich war auch wieder einmal gerne. Dort machte ich mit meiner nicht-kaputten Kamera auch ein paar Bilder. Ich habe mich auch lange am See aufgehalten, wo es wirklich zum Verweilen schön war. Wie immer habe ich auch diesmal gerne Menschen fotografiert - mit Erlaubnis natürlich. Auf dem Hauptbahnhof traf ich der Reihe nach und in kurzem zeitlichem Abstand drei charmante Damen, die Parfummüsterchen verteilten. INVICTUS heisst die Firma. Das Parfum riecht wirklich  geheimnisvoll und verlockend - und damit jetzt auch meine Wenigkeit.

4. Episode - Weihnachtsstimmung am 22.12.2016

Ich bin ein grosser Bewunderer unserer Bundesbahnen. Wenn man sich im Zürcher Hauptbahnhof umschaut, muss man nur staunen. Tausende Leute tummeln sich da auf recht engem Raum. Ständig fahren Züge ab, oder kommen welche an. Aus allen Himmelsrichtungen. Hunderte Menschen ergiessen sich aus den ankommenden Zügen auf die Bahnsteige. Welche Koordination, welche Präzision! Die meisten Züge fahren auf die Minute genau ab. Dann setzt man sich in einen dieser Züge, öffnet ein Buch oder schliesst die Augen und zwei Stunden später ist man wieder in Brig. In horrendem Tempo rast der Zug über die schmalen Schienen, über Brücken und durch Tunnels - mit ungeheurer Wucht und viel Energie. Und kaum je passiert etwas. Da muss man einfach staunen und sich vor der modernen Technik tief verneigen. Oft nehme ich mir die Zeit, mir dieses Wunders gewahr zu werden. Ich war erst nach Feierabend von Brig nach Zürich gefahren - Brig ab um 15:20 Uhr. Das man sich überhaupt noch zu so später Stunde vom entlegenen Wallis in die Weltstadt begeben kann! Ich wollte in Zürich ein paar Nachtaufnahmen machen (nicht zu verwechseln mit Nacktaufnahmen, die ich in dieser Art nicht zu machen pflege). In der grossen Stadt herrschte eine sehr friedliche Stimmung, überall standen noch Menschen an Marktständen und tranken mit Freunden und Bekannten Glühwein. Genossen die weihnachtliche Stimmung. Später wurden tausende Kerzen in die Limmat gelassen. Ein Schauspiel! Leise bewegten sie sich flussabwärts. Viele glänzende Augen betrachteten das geheimnisvolle Treiben der Kerzen auf dem stillen Wasser.

3. Episode - Stadtbummel vom 04.12.2016

Diesmal war die Stadt Zürich nicht mein primäres Ziel gewesen. Ich war über Appenzell und St. Gallen in die Grossstadt gelangt und konnte es nicht unerlassen, daselbst noch ein paar Bilder zu schiessen oder mir ein wenig die Beine zu vertreten. Es herrschte friedliche Weihnachtsstimmung. Vor allem auch der Bahnhof hat viele Christchindlimarktstände. Jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, ist der brutale Anschlag in Berlin schon hinter uns. Wie traurig diese sinnlose Gewalt, dieses brutale Blutvergiessen, das niemandem etwas nützt und nur Leid und Schmerzen über viele bringt, und das auch uns betroffen und sehr traurig macht! Wenn das Schiffchen, auf dem die Menschheit sitzt, doch nur wieder eine andere Fahrt einschlagen würde! Wir sitzen ja alle im gleichen Boot. Terror und Krieg sind so sinnlos und von einem empfindenden Menschen nicht zu verstehen.

2. Episode - Stadtbummel vom 08.10.2016

Die Stadt Zürich ist ein interessanter Ort für den Fotografen. Ich liebe die Strassen Fotografie. An interessanten Sujets mangelt es nie. Braucht man jeweils nur noch die Zustimmung der zu fotografierenden Personen. Sehr viele Leute haben nichts dagegen. Und hin und wieder ergeben sich daraus sehr interessante Gespräche und Kontakte. Nach zwei-drei Mails, dass heisst, nach der Zustellung der Fotos brechen diese aber ab. Im zu Ende gehenden Jahr habe ich Leute jeder Couleur und aus vielen verschiedenen Ländern fotografiert.

 

Ab Monat Mai bis Ende Oktober findet auf dem Bürkiplatz ein Flohmarkt statt. Dieser ist recht gross und bietet viele schöne Sujets. Diesmal war ich vor allem auch auf dem Markt unterwegs.

1. Episode - Stadtbummel vom 20.09.2016

Bekanntlich bin ich jetzt zu 55% pensioniert und ich habe das GA - das Generalabonnement der Schweizerischen Bundesbahnen, mit dem man "gratis" landauf landab mit Zug, Postauto und Schiff fahren darf. Ich geniesse mein GA voll und ganz. Nach anfänglichen zaghaften Versuchen, bei denen ich mich per Zug nur das Wallis hinunter und wieder herauf wagte, werde ich jetzt tollkühner und tollkühner. In verwegener Zugfahrt wage ich mich jetzt bis in Grossstädte wie Zürich vor. Zürich ist natürlich riesig, wenigstens für hiesige Verhältnisse. Um mich darin nicht zu verlieren, bewege ich mich jeweils nur schrittweise vom Bahnhof weg, und nach allen zehn Schritten schaue ich zurück, mich vergewissernd, dass ich noch weiss wo und wie zurück. Habe mir auch angewöhnt, die Stadt nur noch mit GPS zu begehen, und so lege ich an allen kritischen Wegpunkten virtuelle Brosamen aus, und hoffe, dass diese von in unseren Städten überall herumfliegenden Schwänen, Tauben und anderen Spatzen während meiner Abwesenheit nicht aufgepickt werden und sammle diese Brosamen auf dem Rückweg wieder ein. So doof bin ich aber jetzt auch wieder nicht - damit ich mich nicht total verliere, habe ich mir eine gute Methode ausgedacht: ich laufe den ganzen Tag die Bahnhofstrasse hoch und wieder runter, wieder hoch und wieder runter und am Schluss nur noch runter, und so bin ich mir am Abend ziemlich sicher, dass ich den Bahnhof wieder finde. Oder ich laufe die Limmat bergab dann wieder bergauf, bergab und wieder bergauf und am Schluss wieder nur bergauf. Würde ich das nicht so handhaben, würden sich meine Angehörigen daheim die grössten Sorgen um meine Rückkehr machen. Ihnen, meinen Lieben, habe ich auch hochheilig versprochen, nur in Züge einzusteigen, die direkt bis Brig fahren, bei denen ich also nirgends umsteigen muss. So dauert die Reise zurück ins geliebte Wallis und damit in die Normalität nur gerade zwei Stunden und neun Minuten.

Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)
Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)

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