Böshorn

Besteigung vom 12.08.2016

Diese Tour liegt jetzt auch schon wieder ein paar Tage zurück. Vergessen ist sie aber noch nicht. Ich bin bei Egga, auf dem Simplonpass ins Gelände gestochen. Von dort ging es über den Rossbode hinauf auf das Griessernuhorn, dann weiter auf das Böshorn, dann hinab ins Fulmoos und wieder hinauf aufs Ochsehorn, und am Schluss hinab nach Gspon. Es waren 2201 Meter im Auf- und 1888 Meter im Abstieg zu bewältigen. Als ich vom Böshorn hinüber zum Ochsehorn blickte, sagte eine Stimme in mir: „Das schaffst du nie, Junge!“ Doch es ging doch. Was mich einigermassen positiv überraschte, war, dass man vom Böshorn sehr gut SW-lich zum Gamsagletscher absteigen kann. Natürlich war es etwas glitschig, dreckig und rutschig - aber, was stört das einen, wenn man dort schon ein wenig heimatliche Luft wittert. Unterwegs stiess ich auf zwei riesige Geschosse von der Schweizer Armee oder von irgendeiner Dschihadisten-Gruppe, die nach ihrer Abfeuerung nicht explodiert waren. Wie leicht wäre es mir gefallen, mit dieser hochkalibrigen Munition dort in der Gegend einen Selbstmord- oder anderen Anschlag zu verüben. Um mein Leben fürchtend zog ich es aber vor, auf Zehenspitzen die Location zu verlassen. Das letzte Bild ist in der Rosschumma entstanden. Dort haben wir früher hin und wieder Fussball gespielt. Auf 2448 m ü. M. liegt dieses Fussballfeld - sicher das höchste in Europa und auf der nördlichen Erdhalbkugel.

Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)
Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)

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