Felshore (2782), Tierhöri (2894), Chindbettihore (2691)

Besteigung vom Bahnhof Brig aus (06.09.2017)

Das war jetzt meine 155. Tour vom Bahnhof Brig aus. Insgeheim hatte ich gehofft, wieder mal hundert und mehr Leistungskilometer zu schaffen. Daraus wurde aber nichts, und ich war deswegen auch überhaupt nicht traurig. Es ist zu sagen, dass ich mit meinem Gipfel-vom-Bahnhof-Brig-aus-Projekt keine konkreten Ziele mehr verfolge. Nur drei mögliche Ziele schwirren noch immer irgendwo in meinem Kopf herum. Sie sind aber alle derart unrealistisch, dass sie mich auch wieder kalt lassen. Jetzt ist mir das Fotografieren ein wichtigeres Anliegen als das Planlos-in-der-Gegend-Herumlaufen. Darum habe ich diesmal auch unvernünftig viel Fotoausrüstung mitgetragen, darunter ein recht schweres Stativ und einen Blitz mit vier Batterien. Und so ging einige Zeit ans Fotografieren, oder zumindest ans Pröbeln.

 

Die Absicht war ursprünglich gewesen, einen Teil meines Gepäckes in Leukerbad zu deponieren, denn bis dort war ich sieben Stunden lang in Turnschuhen unterwegs gewesen. Doch dann ging mir das umständliche Umpacken der zwei Rucksäcke derart auf die Nerven, dass ich kurzerhand den kleineren Rucksack in den grösseren stopfte und weiter marschierte. Damit war dann einiges Material auf meinem Rücken, das ich den ganzen Tag nicht mehr benötigte - unter anderem zwei Würste. Diese hatten sich derart zwischen den Rucksäcken in Sicherheit gebracht, dass sie von mir erst abends wieder gesehen wurden.

 

Zum Fotografieren und Marschieren war das Wetter nicht so schlecht. Hin und wieder hatte ich aber doch auch Zweifel daran, ob es mir den ganzen Tag würde freundlich gesinnt sein. Gegen fünf Uhr abends wollte ich noch unbedingt das Tschingellochtighorn fotografieren, weil es sich vorher von weitem so eigenartig schön präsentiert hatte. Nun wollte es sich aber hinter Nebelschwaden einfach nicht mehr zeigen, so dass ich mit geduldigem Warten nur viel Zeit einbüsste und vom ständigen Wind auf quasi Minustemperaturen gekühlt wurde.

 

Die Tatsache, dass ich alles Gepäck mit dabei hatte, machte mich flexibel, und ich musste nicht an irgendein Basislager zurückkehren, sondern konnte schlussendlich bis Kandersteg absteigen. Der Weg zog sich aber dann doch sehr beträchtlich in die Länge.

 

 

Zwei Berge sind wandernd sehr leicht zu erreichen. Das Tierhöri erheischt aber doch einige Vorsicht und ist ausser Reichweite des gewöhnlichen Wandervolkes. Die Gegend ist sehr schön, so dass ich wohl nicht das letzte Mal dort gewesen sein werde.

Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)
Blick von Gspon auf den Balfrin (06.06.2013)

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